Star Wars Z-95 Headhunter mit beleuchteten Treibwerken

Für das Tabletop-Spiel X-Wing 2.0 brauchte ich noch ein paar Z-95 für meine Flotte. Und dann hatte ich die Idee, die vier Triebwerke des Jägers mit LED zum glühen zu bringen.

Star Wars Z-95 Headhunter mit beleuchteten Treibwerken

Schon länger hatte ich darüber nachgedacht, wie sich auch kleine Schiffe von X-Wing mit Beleuchtung ausstatten lassen. Die Möglichkeiten, die ich im Funktionsmodellbau im Maßstaß 1:87 entdeckt habe, stellen definitiv eine deutliche Veränderung zu meinen bisherigen Umbauten dar. Die LED sind deutlich kleiner geworden, Kabelführungen brauchen weniger Platz und auch die Größe der notwendigen Stromquellen hat sich deutlich verringert.

Es war Zeit die gewonnen Erkenntnisse auch in meinem früheren Betätigungsfeld anzuwenden und mal wieder ein Star Wars Raumschiff zu bauen.

Insgesamt habe ich drei Z-95 Headhunter angefertigt. Mein Ziel war es, meine bereits bestehende Staffel von zwei Schiffen auf fünf zu erweitern.

Die Konstruktion und den Bau der Modelle habe ich einem Video auf YouTube dokumentiert. 

Modelle zum 3D Druck als Download

Es gibt im Internet mehrere Modell des Z-95 zum Download. Ist stellte fest, dass keines davon meinen Wünschen entsprach. Also habe ich für mein Projekt ein eigenes Modell konstruiert, welches bei Thingivers zu finden ist.

Zum Modell ist natürlich die Base unabdingbar, denn in der Base befindet sich die Stromquelle. Auch das Modell der X-Wing Base ist bei Thingivers hinterlegt.

Verkabelung der LED mit Widerstand

LED benötigen immer einen Widerstand und den Stromfluss zu begrenzen und sowohl Schäden zu verhindern als auch die Langlebigkeit der LED zu erhöhen. Man kann der Widerstand natürlich mit dem Ohmschen-Gesetz berechnen, allerdings erweist sich diese Herangehensweise im Modellbau als nicht sinnvoll, da es nicht nur um elektrische Gesetzmäßigkeiten sondern auch stark um Optik geht.

Die Helligkeit der LED für die Triebwerke sollte mit einer Widerstandskaskade durch ausprobieren von verschiedenen Widerstandswerten festgelegt werden.

Der professionelle Elektroniker würde für jede LED einen eigenen Widerstand verbauen. Im Modellbau, wo oft der limitierte Raum im Modell ein starker Faktor für die Wahl der Bauweise ist, kann von diesem Standard abgewichen werden, wenn die LED alle vom gleichen Typ sind. Dies habe ich beim Bau der Z-95 Modelle getan und mich nach Tests für einen gemeinsamen 1k Ohm Widerstand entschieden.

Das nachfolgende Bild soll die Verkabelung schematisch verdeutlichen.

Verkabelung der LED und Widerstand im Z-95 Headhunter  

Verpolungssichere Steckverbindungen zwischen Base und Modell

Der LiPo Akku ist in der Base untergebracht. Aber wie sollte der Strom aus der Base in das Modell gelangen?

Dazu habe ich mir ein stabile Verbindung zwischen Modell und Base ausgedacht. Sie besteht auch einem leitenden Messingröhrchen mit einem Querschnitt von 2,5 mm. Innen verläuft ein isolierter Draht, der den Plus-Pol des LiPo Akkus leitet. Der Minus-Pol liegt am Messingröhrschen und dran angelötete Steckkontakte an.

Die Stecker / Buchsen sind aus Pin-Steckerleisten im Rochrastermaß 1,27 mm gefertigt, wie sie im Elektronik-Fachhandel erhältlich sind. Durch die Verwendung von drei Polen (Innen Plus, außen 2x Minus) ist die Verwechslung der Pole beim Zusammenstecken ausgeschlossen.

Konstruktion Messingröhrchen als stromleitendes Stativ für das Modell

 

Löten des Stativs

Laden des LiPo Akkus

Der von mir verwendete LiPo Akku mit der Kapazität von 110 mAh ist fest in der Base verbaut. Er ist mit einer 3-poligen Buchse im Sockel der Base verlötet und kann nicht entnommen werden. Geladen wird er über ein externes Ladegerät.

Hierzu schlage ich zwei Möglichkeiten vor:

  1. Ein Lade-Bausteins, wie ich ihn im Artikel des LEGO® MARVEL Iron Men Helms beschrieben habe. Der Widerstand auf dem Baustein muss natürlich wieder an den Ladestrom des LiPo angepasst werden - im Falle des 110 mAh LiPo als auf 10k Ohm.

  2. Ein gesteuertes Ladegerät für das Laden von LiPo-Akkus mit niedriger Kapazität. Ich verwende einen Multilader von Hitec, wie er z.B. hier erhältlich ist. Das Ladegerät steuert je nach Ladezustand des LiPo den optimalen Ladestrom, was den Energiespeicher schont.

In beiden Fällen ist natürlich eine entsprechende Verkabelung anzufertigen um den 3-poligen Anschluss der Base am gewählten Ladegerät anschließen zu können.

Impressionen vom Bau

Zusätzlich zum Video, welches auf YouTube zu finden ist, hier noch ein paar Bilder von der Konstruktion und vom Bau.